Wie ich pünktlich zum Muttertag meinen Plotter in den Griff bekommen habe

Ihr Lieben, habt Ihr den gestrigen Tag genießen können? Meine Familie hat mich ordentlich ausschlafen lassen, während sich alle 3 schon früh am Morgen zu Fuß und Roller in die Stadt begeben haben, um frische Brötchen und Blumen zu holen. Das Frühstück wurde mir sogar am Bett serviert, stilecht mit Rose, Kaffe, Orangensaft und Herzchenkuchen. Ist das nicht süß? Sie haben dabei nicht mal die Küche verwüstet. 😉

Aber ich bin ja nicht nur Mama, sondern auch Tochter, und deshalb zeige ich Euch heute zum Einen noch, womit ich gestern beschenkt wurdee und zum Anderen womit meine Mutti überrascht wurde.

Das große Herz aus pinken Rosen hat mein wunderbares Mädchen mit Hilfe der Oma für mich gemacht. Selbst Moos gesammelt, selbst alles drapiert und dann auch noch erfolgreich vor mir versteckt. Hat sie toll gemacht, oder?

Und dieses Gemeinschaftsprojekt war das Geschenk für meine Mutti. Kennt Ihr sowas? Ein Handtaschenorganizer, damit man schnell mal die Handtasche wechseln kann, dann aber nicht die Hälfte in der anderen Tasche lässt und zum Schluß 15 Kugelschreiber, 3 Labellos und 4 Packungen Taschentücher auf 7 Handtaschen verteilt hat und man zum Schluss gar nichts mehr findet. Ich suche ja gerne Mal mein Ladekabel, den Lieblingsstift, Lipgloss und noch einiges mehr. Ach ja, Kalender und Geldbeutel würden auch noch in den Organizer reinpassen. Ich gebs ja zu, das ist nichts, was man unbedingt zum Überleben braucht, aber das ist bei Martini ja genau so: man kann ohne ihn leben, aber es ist schon toll, wenn man welchen da hat.

Das ist nicht der erste Organizer, den ich genäht habe, aber der Erste aus Snappap. Das Material ist schon erstmal gewöhnungsbedürftig, das Wenden war speziell, aber das Endergebnis hat uns allen gefallen. Die Motive haben übrigens die Kinder gestaltet, unsre Große hat die Oma porträtiert und der Kleine hat die passenden Blümchen gezeichnet. Ich hab die Bilder abfotografiert, im Programm vom Plotter in die passende Datei umgewandelt und fertig.

Zugegeben, ganz so einfach war das dann doch nicht. Der PC hat einfach keine Verbindung zum Plotter aufgebaut, ich bin bald verzweifelt. Ach ja, bevor das Programm ohne sekündliche Abstürze lief, hab ich es zwei Mal installiert und wieder deinstalliert, ausgeschaltet, eingeschaltet, Wutausbrüche weggeatmet, mir die Haare gerauft, leise vor mich hingeflucht (ich muss aufpassen wegen der Kinder, die meckern sonst) und auch sonst so die eine oder andere Folie kaputt gemacht, weil ich sie falsch eingelegt hatte. Lief also wie geschmiert. Und ich hab festgestellt, learning by doing funktioniert beim Plotter nur bedingt, aber zum Glück gibt es einige tolle Youtube-Videos, da wird einem doch ganz ordentlich weitergeholfen.

Weißer Flieder, Moos und pinke Rosen – wunderbar!

Auf die Rückseite gabs den Namen drauf, also jeder der nicht Ilona heißt, hat da die Finger weg zu lassen.

Kleiner Einblick von oben. Es gibt 3 kleinere Taschen, eine Halterung für einen Stift, eine größere Tasche aus Snappap, in die auch das Handy passen könnte und eine Schlaufe, da muss noch ein Schlüsselring hin. Ein Tatüta gab es auch, aus Leinen und Baumwollspitze. So klein die Dinger sind, werden wir vermutlich trotzdem keine Freunde.

Das sehr einfache Schnittmuster und die Anleitung für den Handtaschenorganizer gibt es übrigens von Frau Liebstes. Es ist ein wirklich schönes und einfaches Nähprojekt, das sich toll den eigenen Vorlieben anpassen lässt. Das Exeplar für mich habe ich aus einer Leinen-Lieblingshose genäht, die ich unrettbar zerrissen hatte. Aber wie kann ich so viel tollen Stoff entsorgen, wenn ich ihn auch weiterverwenden kann?!

Den Organizer für meine Mutti habe ich ohne Wattierung genäht, das Snappap gibt dem Ganzen genug Halt. Dafür habe ich das äußere Teil fürs Wenden mit Wasser besprühen müssen, sonst hätte ich keine Chance gehabt. Auch beim Zusammennähen der beiden Teile habe improvisieren müssen, rechts auf rechts und dann wenden ging nämlich nicht. Also habe ich beide Teile richtig links auf links positioniert, die Ränder nach innen gefaltet, alles mit Wonderclips fixiert und so beide Teile vorsichtig zusammengenäht.

Rosen, Kartäusernelken und Schleierkraut – ich finde die Blumen wunderschön.

Selbstgemachte Pralinen gab es auch vom großen Kind, das kleine Kind hat in der Schule gebastelt und gemalt. Und die Hälfte der Überraschung dort vergessen, auch heute wieder. Zum Glück ist der Kopf angewachsen …

Ich bin froh, dass meine Nähmaschine im Gästezimmer steht, dort gibts nämlich auch einen Fernseher und ich kann mich hintergrundberieseln lassen. Hab ich beim Nähen am Samstag auch gemacht, da fühl ich mich nicht ganz so vereinsamt und hab auch noch den ESC mitbekommen. Was die Gesangsbeiträge insgesamt betrifft, gab es schon schlechtere Jahre finde ich, das deutsche Ergebnis hat mich nicht überrascht.

Aber jetzt wünsch ich Euch erstmal eine schöne Woche, das Wetter soll ja zur Abwechslung mal richtig schön werden und die Temperaturen steigen. Wie gut, dass ich diese Woche so viel Zeit im Büro verbringen kann, dann gibts wenigstens keinen Sonnenbrand. Für heute ist aber Feierabend, und der wird mit Kaffee und dem Rest Erdbeerkuchen von gestern begrüßt.

Seid lieb gegrüßt!

Ilka

 

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